Buttersäure
Wie riecht Buttersäure?
Kurze Antwort: Nach Erbrochenem.
Ausführlicher: Buttersäure, chemische Bezeichung eigentlich Butansäure, riecht im besten Fall nach ranziger Butter, evtl. Schweiss oder Käsefüsse, für die meisten Menschen geht die Assoziation aber noch weiter in unangenehme Gefilde, sprich in Richtung Kotze.
Der Buttersäureanschlag ist eine immer bekannter und beliebter werdende und die wohl hinterhältigste Form der Stinkbombe. Dabei handelt es sich nicht um einen harmlosen Scherz, der sich mit dem Öffnen der Fenster innerhalb weniger Tage vertreiben lässt, sondern um einen existenzgefährdenden Angriff. Eine normale Stinkbombe nämlich enthält Schwefelwasserstoff (übrigens auch gesundheitsgefährdend und illegal), was nach faulen Eiern riecht, sich aber auch wieder verflüchtigt. Im Gegensatz dazu ist Buttersäure aggressiv und hartnäckig, je nach Konzentration ätzt sie sich in Materialien ein und bleibt dadurch für Monate oder sogar länger bestehen und verbreitet ihren sehr unangenehmen Geruch. Ein Buttersäureanschlag auf ein Restaurant oder auch einen Laden ist also äußerst kriminell, da sie das Geschäft mit minimalstem Aufwand und aus reiner Bosheit zerstören kann, schließlich will dort niemand mehr einkaufen, geschweige denn essen. Auch im Nachbarschaftsstreit kommt es immer wieder zu Buttersäure-Attacken. Wenn sich die Säure ins Parkett einfrisst, muss man es u.U. entfernen lassen, um den Geruch wieder loszuwerden, Steine muss man aufwändig und auch nicht gerade gesundheits- und umweltschonend mit Chemikalien behandeln.
Die Dämpfe der Buttersäure sind übrigens auch eine gesundheitliche Gefahr, Augen und Atemwege werden durch sie gereizt.
